Neue Kraft für Windparks: So funktioniert Repowering
Beim Repowering werden alte Windräder durch moderne Anlagen ersetzt. So kann auf derselben Fläche deutlich mehr grüner Strom erzeugt werden. Das ist nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch wertvoll – und bietet spannende Investment-Chancen.
Wenn der Wind über offene Felder, Bergrücken und Küstenregionen pfeift, rotieren in Deutschland unzählige Windräder. Rund ein Drittel des Stroms wird hierzulande aus Windkraft gewonnen. Doch was die wenigsten wissen: Viele der Anlagen sind schon fast am Ende ihrer Lebensdauer angelangt.
Laut Fachagentur Wind und Solar ist jedes zweite Windrad in Deutschland älter als 15 Jahre. Dabei liegt die durchschnittliche Lebensdauer nur bei circa 20 bis 30 Jahren. Das bedeutet, dass in den kommenden Jahren tausende Windräder ausgetauscht werden müssen. Gleichzeitig eröffnen sich dadurch neue Chancen für die Energiewende: Werden die Anlagen durch moderne, leistungsstärkere Windräder ersetzt, steigt die grüne Stromproduktion in Deutschland.
Mehr Strom durch Wind
In den vergangenen Jahren hat sich die Technologie von Windrädern stark weiterentwickelt: Während eine durchschnittliche Anlage im Jahr 2015 noch eine Leistung von 2,7 Megawatt hatte, sind es heute schon 7 Megawatt. Das macht den Austausch alter Anlagen – das sogenannte Repowering – besonders attraktiv. Denn: Schon eine neue Anlage erzeugt mehr Strom als zwei ältere Anlagen zusammen.
„Repowering ist der Ersatz von alten Anlagen, die ans Ende ihrer Lebensdauer kommen, durch neue, leistungsstärkere Anlagen am gleichen Standort„
– Dr. Jörn Parplies, Leiter Projektentwicklung Wind & Prokurist, wiwi consult GmbH & Co. KG
Wie groß das Potenzial solcher Projekte ist, zeigt eine Prognose der Beratungsgesellschaft Rödl. Ihr zufolge können rund 15.000 bestehende Anlagenstandorte in Deutschland aufgewertet werden. So würde ihre Leistung von 21,5 auf 64,5 Gigawatt steigen – und sich damit verdreifachen. Mit Blick auf die Klimaziele wäre das ein großer Gewinn: Insgesamt soll sich die Leistung von Windkraftanlagen in Deutschland bis zum Jahr 2030 auf insgesamt 145 Gigawatt mehr als verdoppeln.
Vorteile für Mensch und Umwelt
Auch wirtschaftlich gesehen sind Repowering-Projekte in der Regel ein Gewinn. Studien zeigen, dass sich der Weiterbetrieb alter Anlagen mit Ablauf der gesetzlichen Förderung nach 20 Jahren häufig nicht mehr rentiert. Moderne Windräder sind deutlich effizienter: Sie haben eine größere Nabenhöhe und längere Rotorblätter, wodurch sie mehr Wind einfangen können. Zudem sind sie leiser im Betrieb. Die Wartungskosten sind geringer als bei alten Modellen und digitale Systeme können Ausfallzeiten senken.
Der größte Vorteil ist jedoch, dass die Stromproduktion steigt, ohne dass dafür neue Flächen erschlossen werden müssen. Das Windenergieflächenbedarfsgesetz sieht vor, dass zwei Prozent der Flächen in Deutschland für Windenergie bereitstehen sollen. Repowering ist eine Möglichkeit, diese begrenzten Flächen effizienter zu nutzen. Dank bestehender Infrastruktur, bekannter Windverhältnisse und moderner Technik lassen sich die Einnahmen von Repowering-Projekten zudem besser abschätzen als die von Neubauprojekten.
Repowering bietet Investment-Chancen
Über WIWIN haben Anleger/innen die Möglichkeit, direkt in solche Projekte zu investieren. Aktuell wird etwa ein Repowering-Projekt in Höheinöd im Landkreis Südwestpfalz umgesetzt. Hier werden drei alte Anlagen mit je 2 Megawatt Leistung durch zwei neue mit je 7 Megawatt Leistung ersetzt. Der prognostizierte Jahresertrag steigt dadurch voraussichtlich von 10.800 auf 32.500 Megawattstunden, die CO₂-Einsparung soll sich ebenfalls verdreifachen. Das Projekt bietet eine feste Verzinsung von 6,5 Prozent pro Jahr.
Im Landkreis Trier startet ebenfalls bald ein Repowering-Projekt. Bei der Modernisierung des Windparks Mehringer Höhe werden 14 alte Anlagen durch 7 moderne ersetzt. 5 davon sind Teil der aktuellen Crowdinvesting-Kampagne über WIWIN. Zusammen sollen sie rund 74.658 Megawattstunden Energie pro Jahr erzeugen – was in etwa dem Verbrauch von 21.000 Haushalten und einer jährlichen Einsparung von mehr als 32.000 Tonnen CO₂ entspricht. Weitere Infos zu dem Projekt folgen in Kürze.
Kurz zusammengefasst
Viele Windkraftanlagen in Deutschland stehen schon länger und müssen in den kommenden Jahren erneuert werden – das bietet viel Potenzial für den Ausbau grüner Energie. Beim Repowering werden alte Windräder durch modernere, leistungsstärkere Anlagen ersetzt, die auf derselben Fläche deutlich mehr Strom produzieren. Das ist oft günstiger und umweltfreundlicher als ein Neubauprojekt. Über WIWIN können Anleger/innen an Repowering-Projekten teilhaben, Renditen erzielen und so die Energiewende fördern.
Über unsere Crowdinvesting-Plattform können Anleger/innen zwei Repowering-Projekte unterstützen: den Windpark Höheinöd und den Windpark Mehringer Höhe. So haben sie die Chance, die Energiewende aktiv voranzutreiben und nebenbei noch eine attraktive Rendite zu erzielen. 🌱
Beim Repowering-Projekt Windpark Mehringer Höhe im Landkreis Trier-Saarburg werden sieben von 14 bestehenden älteren Windenergieanlagen durch neue Anlagen des Typs Enercon E-160 mit einer Leistung von jeweils 5,56 Megawatt Leistung ersetzt. Fünf davon werden über das WIWIN-Projekt mitfinanziert. Der prognostizierte Jahresenergieertrag der fünf neuen Windenergieanlagen liegt bei rund 74.658 MWh/a grünem Strom, was einer CO₂-Einsparung von über 32.476 Tonnen jährlich entspricht.
Beim Repowering-Projekt Windpark Höheinöd im Landkreis Südwestpfalz werden drei bestehende ältere Windenergieanlagen durch zwei neue Anlagen des Typs Enercon E-175 mit einer Leistung von jeweils sieben Megawatt Leistung ersetzt. Damit steigt die Gesamtleistung des Standorts von aktuell sechs Megawatt auf 14 Megawatt. Der prognostizierte Jahresenergieertrag liegt bei rund 32,5 Millionen Kilowattstunden grünem Strom, was einer CO₂-Einsparung von über 14.138 Tonnen jährlich entspricht.
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